Neuer Rekordumsatz und nachhaltig positive Ergebnisse in 2009
Die bernischen Messeunternehmen haben mit einem Nettoerlös von CHF 42.2 Mio.
im Jahr 2009 einen neuen Umsatzrekord erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt
das Umsatzwachstum 28.4% und zum Vergleichsjahr 2007 8.5%. Der Betriebsaufwand entwickelte sich unterproportional zum Umsatz, und so konnte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von CHF 10.2 Mio. erzielt werden, was zu 2007 einer Steigerung von 13% und zum Vorjahr einer solchen von 76% entspricht. Belastet durch das laufende Bauprojekt bedingte ausserordentliche Abschreibungen und Rückstellungen, beziffert sich der Konzerngewinn nach Minderheiten 2009 auf CHF 3.3 Mio. Damit liegt der konsolidierte Jahresgewinn 44.4% über jenem des Vorjahres, aber nur leicht über jenem des Vergleichsjahres 2007 (+1.1%). Aufgrund der konjunkturellen Lage und baubedingter Erschwernisse präsentieren sich die Aussichten für 2010 eher verhalten.
Bekanntlich unterliegt der Messeplatz Bern traditionell einer zyklischen Entwicklung, das heisst die geraden Jahre sind tendenziell schwächer als die ungeraden Jahre.
Mit einem Nettoerlös von CHF 42.2 Mio. haben die bernischen Messeunternehmen im Jahr 2009 einen neuen Umsatzrekord erzielt. Das Umsatzwachstum beträgt 28.4% zum Vorjahr sowie 8.5% zum Vergleichsjahr 2007. Die Steigerung zu 2008 ist mehrheitlich zyklisch bedingt, jene zu 2007 entspricht jedoch einem realen Zuwachs. Der Betriebsaufwand entwickelte sich unterproportional zum Umsatz und so konnte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von CHF 10.2 Mio. erzielt werden, was zu 2007 einer Steigerung von 13% und zum Vorjahr einer solchen von 76% entspricht. Zusätzliche, durch das laufende Bauprojekt bedingte, ausserordentliche Abschreibungen haben zwar das Betriebsergebnis (EBIT) geschmälert, mit CHF 5.7 Mio. übertrifft es aber jenes des Vergleichsjahres 2007 nach wie vor um 10.1%. Ebenso durch das Bauprojekt bedingter zusätzlicher ausserordentlicher Aufwand wurde der laufenden Rechnung belastet, was zu einem Konzerngewinn nach Minderheiten 2009 von CHF 3.3 Mio. geführt hat. Damit liegt der Gewinn des Jahres 2009 nur leicht über jenem von 2007 (+1.1%) und übertrifft jenen des Vorjahres 2008 um 44.4%.
Dass der Messeplatz Bern trotz allgegenwärtiger Wirtschaftskrise im Jahr 2009 einen neuen Umsatzrekord verbuchen konnte, ist in erster Linie dem grossen Engagement des BEA-Teams unter der Führung der neu zusammengesetzten Geschäftsleitung zu verdanken.
Der ungerade gute Jahreszyklus war ohne Zweifel dem Erfolg förderlich, aber das Wachstum zum Vergleichsjahr 2007 darf das BEA-Team seinen gezielten Anstrengungen zuschreiben. Gelegenheiten mögen sich zwar immer bieten, sie müssen aber auch ergriffen und mit den vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten abgearbeitet werden. Dies erfolgte 2009 vorbildlich, zumal gleichzeitig das grosse Bauprojekt NAHA 2+ und dessen Finanzierung in Angriff genommen wurde. Zudem war das konjunkturelle Umfeld auch schon 2009 eher verhalten.
Mit der Umsatzsteigerung konnten die im Rahmen des Bauprojektes erwarteten zusätzlichen Abschreibungen auf zu ersetzenden Gebäulichkeiten und ausserordentlichen Aufwände aufgefangen werden. Der Gewinn nach Minderheiten liegt daher trotz Ertragssteigerung nur leicht über jenem von 2007. In den Betriebsergebnissen (EBITDA und EBIT) widerspiegeln sich jedoch die Anstrengungen vollumfänglich.
Das gute Ergebnis und weitere strategische Massnahmen haben auch das Bilanzbild der bernischen Messeunternehmen per 31.12.2009 erneut verbessert. Die Eigenkapitalquote (im Verhältnis zur Bilanzsumme) stieg im Berichtsjahr auf 64.1% (per 31.12.2008: 53.8%). Das Aktienkapital der Messeholding Bern AG wurde im Berichtsjahr auf nominal CHF 4.2 Mio. erhöht, wodurch dem Unternehmen Barmittel und Beteiligungswerte von gegen CHF 8 Mio. zugeflossen sind. Die Kapitalerhöhung wurde ausschliesslich durch bisherige Aktionäre gezeichnet und diente primär der Finanzierung der Übernahme von 6 Messen der Wigra-Gruppe, Zürich, was 2009 vertraglich vereinbart und nunmehr per 1.1.2010 vollzogen wurde. Mit der Übernahme dieser 6 Messen, welche in Zürich, Basel, Genf und Bern stattfinden, werden die bernischen Messeunternehmen ab 2010 einen Zusatzumsatz in der Grössenordnung von CHF 7 Mio. erzielen können.
Im Sinne einer weiteren strukturellen Massnahme wurde sodann im Berichtsjahr durch Kapitalerhöhung in der Messepark Bern AG eine finanzielle Entflechtung der Gruppengesellschaften vorgenommen. Dadurch hat sich die Beteiligung der Messeholding an der Infrastrukturgesellschaft auf gegen 78% erhöht.
Derzeit läuft Phase 1 des Bauprojektes NAHA 2+ und nach der Frühjahresmesse BEA/PFERD 2010 wird mit Phase 2 die Hauptbautätigkeit des Projektes anlaufen. Phase 2 wurde an die Generalunternehmung Halter, Zürich, vergeben und sowohl die Verträge als auch die Finanzierung sind abgeschlossen. Zudem wird der Messeplatz Bern gemeinsam mit der Gastronomiegruppe ZFV-Unternehmungen ein neues koordiniertes Gastronomiekonzept realisieren.
Bau- und konjunkturbedingt wird für 2010 eine eher verhaltene Entwicklung erwartet. Zunächst ist 2010 wieder ein schwächeres gerades Jahr und zudem werden im Messegeschäft verzögerte Auswirkungen der Wirtschaftskrise erwartet. Das Jahr 2010 wird von weiteren operativen Erschwernissen geprägt sein, da die Hauptbautätigkeit für die NAHA 2+ ab Mai erfolgen wird. 2010 wird ein schwaches Jahr werden und der Messeplatz Bern wird in diesem Jahr sowohl im Umsatz wie im Ergebnis grössere Einbrüche hinnehmen müssen. Das Unternehmen ist sich dessen bewusst, ist aber überzeugt, dass sich die entsprechenden strategischen Entscheide mittel- und längerfristig auszahlen werden. «Reculer pour mieux sauter» ist die Devise.